On-off

Wenn es um Filme oder Bücher geht mag ich Action, oder hoffnungslose Romantik. Eigentlich lässt sich dieses Schema auch auf den Rest meines Lebens übertragen. Entweder ich bin furchtbar albern, oder in der Melanchölle gefangen. Entweder ich esse oder ich lasse es bleiben. Mein ganzes Leben ist ein on-off. Vielleicht ist es deswegen auch meine Beziehung. Aber in Beziehungen funktioniert sowas nicht…

3D Gefühlisch

I hurt myself sometimes is that too scary for you?

Der Morgen hat die Farbe von Wassermelonensaft und trotzdem falle ich kopfüber in den Tag. Ich wollte nie der sein, der mehr liebt, aber ich möchte nicht darüber nachdenken, denn das wäre vermissen und das tut weh. Manchmal vergesse ich weiterzuatmen und Menschen verwechseln meinen Pessimismus mit Humor. Und dann muss ich mich auch manchmal daran erinnern zu lachen, damit sie es auch weiterhin tun. Ich gucke so lange ins Licht bis ich blind werde und in meinem Sichtfeld ein Sonnensturm wütet. Eigentlich ist das eine Metapher für das mehr lieben. Bei einer Metapher als ein Sinnbild wird ein Ausdruck durch etwas ersetzt, das anschaulicher sein soll. Kann ich einen Ausdruck wohl auch durch eine bestimmte Tat ersetzen und es dann einen Sinnfilm nennen? Einen Sonnensturm erschaffen steht sinnfilmlich für romantisches Vermissen. Nun entschuldigt mich, ich habe nur noch ein paar Stunden bis ich wieder wachfalle.

Einzel und Gänger

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Ich würde gern all die Sachen lesen, die die Menschen an die Mauer gesprayt haben, die ich um mich herum errichtet habe, aber hier drinnen habe ich nur meine eigenen Notizen, die wie Toilettenpoems an meinen Innenseiten haften. Ich fühle mich, als hätte man mich in einen, dreckigen, leeren Raum gesetzt, der durch das Echo erst so richtig kalt wird. Von meinem Herz blättern Erinnerungen wie Plakate von einer Litfaßsäule. Ich wünschte, ich könnte sie mit meinen Tränen zerstören, so wie der Regen das Papier.
Es ist ruhig und sehr hell hier drin.
Vielleicht bin ich ja tot, aber dafür fühle ich noch zu viel. Ich ignoriere Anrufe von Menschen, die ich eigentlich vermisse, weil ich sauer auf sie bin, denn sie sind Schuld daran, dass ich sie vermisse. Ich versuche trotzdem mit Tränen was zu zerstören. Solange ich dabei leise bin, muss ich es ja nicht „weinen“ nennen.
Aber wenn man lange genug alleine ist, dann akzeptiert man die Situation. Es ist okay, ein Einzelgänger zu sein. Doch wenn man lange genug alleine ist, dann bemerkt man, dass man sich in den schlimmsten Zeiten sogar selbst verlässt – nicht mal dein Schatten bleibt in der dunkelsten Stunde bei dir. Und dann ist man nur noch ein Einzel. Das Superlativ von alleine.