Warum habt ihr mit dem Bloggen angefangen?

Ich vergesse oft, warum ich mit dem Bloggen angefangen habe. Ich hatte damit angefangen, weil mir das Schreiben wirklich ungemein hilft. Was waren eure Beweggründe?

74 Antworten auf „Warum habt ihr mit dem Bloggen angefangen?

  1. Schöne Frage! 🙂 Ich wollte gerne Interessierten die Möglichkeit geben, „hinter die Kulissen“ von Psychotherapie zu blicken und ein bisschen aufräumen mit Klischees über psychische Erkrankungen und Therapie… und generell ein bisschen „Aufklärungsarbeit“ leisten.
    Jetzt beim Schreiben dieses Kommentars habe ich natürlich auch ein wenig nachgedacht und finde spannend, dass diese Beweggründe zwar geblieben sind, aber auch andere hinzugekommen. Ein Beispiel: Zur Zeit habe ich total Spaß an der neuen Kategorie „Ich hab da mal ne Frage“, wo ich Fragen meiner Follower in extra-Artikeln beantworte. Der Austausch ist mir viel wichtiger geworden als er das war, als ich mit dem Bloggen anfing.

    Sind bei dir auch Gründe dazu gekommen / hat sich die Gewichtung verändert?

    Viele Grüße,
    Jeca

    Gefällt 6 Personen

    1. Das ist ein schöner Grund zu schreiben. 🙂

      Ja, die Beweggründe hatten sich bei mir auch verändert. Ganz früher fing ich mit dem Schreiben an, weil mir jemand sagte, es würde helfen. Das tat es auch irgendwo. Aber ich merkte auch, dass ich wirklich gerne des Schreibens wegen schrieb. Wegen der Poesie. Ich fand die Herausforderung schön, das was ich fühle, so gut es geht in Worte zu packen.

      Und dann kam noch ein dritter Grund hinzu, als ich durch das Bloggen immer mehr Menschen kennen lernte. Ich hatte immer nur für mich geschrieben, aber irgendwann verfasste ich dann auch mal den ein oder anderen Post, um mich in erster Linie anderen mitzuteilen. Weil ich was loswerden wollte, das Wort direkt an andere richten wollte. Zum Beispiel an Menschen, denen es nicht so gut geht. Oder um gesellschaftskritische Themen anzusprechen. Sowas war vorher nie meine Intention, aber ich mochte es sehr gerne und würde das in Zukunft vielleicht auch wieder tun.

      Und jetzt seitdem ich wieder blogge…. tue ich es wieder hauptsächlich des Schreibens wegen. Weil es mir gut tut. Weil es mich daran erinnert, wer ich wirklich bin, und dass ich es vielleicht gerne bin. Wenn ich schreibe, dann ist mein Kopf ein bisschen sortierter. 🙂

      Gefällt 15 Personen

  2. Hallo Fuchs!
    Ich erzähle das gerne.
    Mein Motiv für das Bloggen ist Gehirn-Training. In meinem Alter droht man geistig abzustürzen.
    Im Laufe der Zeit kam die Vermutung dazu, dass manche Blogger meine Posts unterhaltsam finden könnten – ein angenehmer Nebeneffekt.
    Dafür nehme ich die unerfreuliche Seite des Bloggens in Kauf.
    Grüße!

    Gefällt 6 Personen

  3. Ich kann besser schreiben als sprechen. Und um nicht zu vergessen, um Gefühle und Dinge irgendwie zu verarbeiten, um mich selbst und anderes zu reflektieren und vllt zu verstehen oder um ‚laut‘ zu denken, weil ich so besser ‚denken‘ kann. Oder um anders Phantasie und Gefühle oder Gedanken auszudrücken als in Zeichnung und so. Hat viele Gründe und gleichzeitig

    Gefällt 7 Personen

  4. Ich blogge um meine chaotische Welt etwas zu ordnen und zu verstehen. Bei mir selbst ist alles in Bewegung und in der Kombination mit denen, die mir anvertraut und nah stehen, ergibt das ziemlich große (oft) und riesige (überwiegend!) Katasstrophen.
    Ich schreibe schon lange, früher Tagebuch, jetzt virtuell den Blog.
    Neben Tagebuch ist es ein Gedankenbuch, wo ich zu den verschiedensten Themen meine Gedanken dazu ausdrücke, Ideenbuch, eine kuriose Sammlung von Dingen, die mir gefallen, die ich machen möchte oder mich einfach nur ansprechen.
    Mein Blog ist eine Wundertüte und meine Art, damit fertig zu werden, was gerade passiert und um mich auch besser zu verstehen.

    Gefällt 4 Personen

    1. Eine Wundertüte ❤

      Mein Blog war für mich auch schon immer mehr Tagebuch als irgendwas anderes. Es dient mir auch dazu, meine Gedanken zu sortieren. Mir wurde diesbezüglich schon öfter gesagt, es würde von Mut zeugen, so öffentlich so persönlich und intim(?) zu schreiben. Aber ich muss sagen, dass es für mich nie so eine große Überwindung war, weil man ja irgendwo anonym ist, und ich es immer eher als befreiend empfand. Wie ist das bei dir?

      Gefällt 1 Person

      1. Ehrlich gesagt, habe ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Ich erwähne keine Namen, das, was ich schreibe, ist Leben ohne Chichi.
        Wem das nicht gefällt, muss es nicht lesen. Ich schreibe nicht, um zu gefallen. Ich schreibe, um wieder Luft zu bekommen, von daher trifft es zu, das es befreiend ist.
        Ich wurde schon gefragt, ob ich Aufmerksamkeit suche … 😂😂😂 … Hm … nö. Ich kann nichts dafür das mein Leben mir soviel komische Sachen beschert hat.
        Und warum sollte es mutig sein, sich so über sein eigenes Leben zu äußern, wenn es echt ist?

        Gefällt 2 Personen

      2. Genau meine Einstellung. 🙂
        Haha 😀 Aufmerksamkeitsgeilheit wurde mir noch nie vorgeworfen. Aber wo Anonymität herrscht, kommt auch Respektlosigkeit häufiger vor. Sowas muss man einfach überhören. 🙂

        Liken

      3. Ich habe hier weniger mit Anfeindungen zu tun. Erstaunlicherweise haben sich einige Follower angesammelt, was mich völlig verblüffte, als ich das so mitbekam.
        Da ist die Meinung durchgängig die, herrlich normal der Blog. Ein schöneres Kompliment kann man wohl nicht bekommen 😁

        Liken

  5. ich bin schwer krank geworden; da ich gern schreibe, habe ich den blog angefangen, um das Drama zu verarbeiten. Dann habe ich weitergeschrieben, da mich Leser darum gebeten haben: jetzt bin ich bei Sekundärthemen angelangt, die sich aus dem Drama ergeben haben: bucket list, Fitness, Ernährung.

    Gefällt 4 Personen

      1. danke, und ja, es war/ist hilfreich; ich habe mir dadurch den Psychoonkologen gespart 😉 da ich aber auch regelmässig Artikel in einer Zeitung veröffentliche, weiss ich, dass Schreiben mein Weg ist 🙂 LG

        Liken

  6. Heyhey,

    ich habe angefangen zu bloggen, nachdem ich einen Artikel einer depressiven Person gelesen hatte, in dem ich mich wiederfand. Ich dachte, wenn es mir hilft, von anderen zu lesen, helfen meine Erfahrungen vielleicht anderen weiter.

    Außerdem dachte ich, es wäre schön, wenn die Themen Depression, Borderline, ADHS usw. mehr Öffentlichkeit fänden, also wenn auch Menschen ohne psychische Erkrankung Einblicke in selbige erhalten könnten. Weil ich im Austausch mit anderen Menschen oft das Gefühl habe, starken Vorurteilen zu begegnen. Sowas entsteht ja oft aus mangelnder Aufklärung und Unverständnis. Auch Sachen wie Klinikaufenthalte und Schwierigkeiten in unsererer kapitalistischen Arbeitswelt zu funktionieren sollten meiner Meinung nach mehr thematisiert werden, um den Menschen klar zu machen, dass es viele gibt, die hier vor die Hunde gehen. Und dass es ok ist. Dass es viele alternative Wege gibt oder geben kann, wenn man danach sucht.

    Austausch mit anderen war mir anfangs auch sehr wichtig. Heute bin ich relativ froh, dass sich bisher noch niemand gemeldet hat, weil ich gar nicht weiß, ob ich damit umgehen könnte… mal sehen, wie sich das entwickelt 🙂

    Und natürlich das Schreiben selbst als Ventil für mich, zum Ordnen und Nachdenken und als Dokumentation meines Entwicklungsstandes, als Beweis, dass alles im Fluss ist.

    Dein Blog hilft mir übrigens, hin und wieder selbst den Arsch hochzukriegen und auch mal wieder zu schreiben 🙂 LG

    Gefällt 4 Personen

    1. Dankeschön, das freut mich! 🙂
      Ich glaube auch, dass man Vorurteile dadurch bekämpfen kann. Ich finde überhaupt, dass man vor allem dann über Themen schreiben sollte, wenn sie irgendwo auch ein Tabu sind. Was ja bei Psychischen Krankheiten teilweise auch noch der Fall ist.

      Gefällt 3 Personen

      1. Inzwischen schreibe ich auch ziemlich viel über Identität, Gender und Polyamorie ist mir aufgefallen. (So viel zum Thema Tabus … 😉 ) Es hilft mir, meinen Gefühlen auf den Grund zu gehen und vielleicht etwas greifbarer zu machen, was ich erlebe.

        Liken

  7. Schöne Frage und sehr viele schöne Antworten in den Kommentaren.
    Meine Antwort ist hingegen wohl etwas ausschweifend, egoistisch und in Selbstmitleid ertrinkend. Das tut mir leid.

    Ich muss zugeben, dass ich anfangs nie bloggen wollte. Schreiben ist für mich eine Art Eigentherapie. Ich mache das für mich und das schon seit sehr vielen Jahren. Meinen Schrank zieren mehrere Notizblöcke voller Gedichte und ich habe immer einen kleinen Block dabei, egal wo ich hingehe. Wann immer es mir schlecht geht, schreibe ich. Vor allem habe ich damit begonnen, weil ich Angst hatte. Angst vor mir selbst, vor meinen Gefühlen und den Monstern, die in den dunklen Ecken meines Verstandes und meiner Seele lauern. Ich habe andere Menschen kennengelernt, die an den gleichen Problemen litten und wie sie alle anders damit umgehen. Oft saß ich in einer dunklen Ecke auf dem Boden, eine kleine Klinge in der Hand, die ich über meiner Haut schweben ließ. Ich wollte es nicht und gleichzeitig war da dieses grenzenlose Verlangen, den Gefühlen einen Ort zum Toben zu geben. Dann fing ich an zu schreiben. Anstatt Blut, ließ ich Tinte fließen und gab den Gefühlen das Papier, statt meiner Haut. Und es hat mir geholfen. Es hilft jeden Tag.
    Ich wollte nie bloggen. Es war eher zufällig, dass Bekannte was von meinem Geschriebsel mitbekommen haben. Dann wurde ich von einem auf eine Slambühne geschliffen (er hatte mich ohne mein Wissen angemeldet und einen meiner Texte ausgedruckt dabei). Anschließend wurde ich mehr oder weniger dazu gedrängt, einen Blog mit meinen Gefühlen zu füllen.

    Ich tue es mittlerweile gerne und dennoch überkommen mich fast täglich Zweifel an dem, was ich tue und die Angst, von anderen bemerkt und verurteilt zu werden. Es ist eine innere Zerissenheit. Ich möchte bemerkt werden, weil ich nicht allein sein will, aber ich habe Angst davor bemerkt zu werden, weil ich nicht verurteilt werden will. Ich hülle mich in die Anonymität des Internets und verstecke eine gebrechliche Seele hinter Gedichten, teils brutalen Geschichten und vereinzelten Rezensionen. Hier lege ich die Maske ab, die ich im Alltag trage und ersetze sie durch eine halb durchsichtige. Ich zeige, wer ich wirklich bin und was unter der Oberfläche schlummert und doch verhülle ich mich in einem dicken Mantel.

    Vermutlich ist es egoistisch, dass ich das alles nur für mich tue und nicht, damit es anderen besser geht oder sie sich in meinen Worten wiederfinden können. Dennoch freue ich mich, wenn sie es tun, weil es mir zeigt, dass ich nicht allein bin.
    Und dennoch erinnere ich mich jeden Tag selbst an meine Einsamkeit und meine Ängste. Daher auch der Titel und Untertitel meines Blogs:
    I’m just a lonelyThought wandering through time and space, people always will forget and never will remember, that’s life.

    Gezeichnet, ein einsamer Gedanke in der Unendlichkeit
    ~lonelyThought

    Gefällt 2 Personen

  8. Warum habe ich mit dem Bloggen angefangen? Weil ich meine Erlebnisse mit Freunden, Bekannten und interessierten teilen wollte.

    „Ganz früher fing ich mit dem Schreiben an, weil mir jemand sagte, es würde helfen. Das tat es auch irgendwo. Aber ich merkte auch, dass ich wirklich gerne des Schreibens wegen schrieb. Wegen der Poesie. Ich fand die Herausforderung schön, das was ich fühle, so gut es geht in Worte zu packen.“ Bei mir war es so, dass ich auch durch die Poesie meinen Einstieg in das geschriebene Wort fand. Ich schreibe Gedichte seit ich 13 bin und im Laufe der Jahre stellte es sich heraus, dass Schreiben mein Ventil ist. Es war, es würde meine Seele schreiben, es floss einfach. … Zudem hatte ich mit 10 Jahren angefangen Tagebuch zu schreiben, weshalb hier auch schon die Bahnen in die richtige Richtung gelenkt wurden.

    Dann war es so, dass es eine Beziehung gab, die für mich SEHR belastend war und es tat gut, in einer Tagebuch-Datei mir da alles von der Seele zu schreiben. So hielt ich dann auch meine Freunde am Laufenden, wenn sie mich fragten wie es mir geht und was es bei mir Neues gibt, sagte ich: Wenn es dich WIRKLICH interssiert, dann lies die Datei.

    Nach dieser Beziehung hatte ich die „Tagebuchdateien“ für mich entdeckt und ich schrieb weiter (als es was zu schreiben gab). Und damals, als es was zu schreiben gab, glich mein Leben einer Daily Soap: Ich liebte ihn, aber er war sich unsicher ob ich wirklich DIE RICHTIGE für eine Beziehung mit ihm bin. Ich versuchte mich abzulenken mit anderen Dates und dann kam es zum Schluss (nach 2 Stafflen 😀 ) anders als gedacht… ^^

    Letztendlich hab ich dann 2015 das dringende Bedürfnis verspürt den nächsten Schritt zu gehen: Das Erlebte aus meiner Welt anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen – und es war gut so, denn die vielen positiven Rückmeldungen die ich im Laufe der Jahre erhalten habe (siehe mein „Gästebuch“) zeigten mir, dass das was ich zu berichten hatte bei anderen (besonders bei Männern ^^) gut ankam und sie es sehr zu schätzen wussten, Einblicke in die Erlebniswelt einer Frau zu bekommen und dass ich auch so schreibe wie ich rede – als ob ich es erzählen würde. Für meinen Ausdruck, meinen Schreibstil wurde ich deshalb schon sehr gelobt.

    Mir ging es aber stets darum authentisch alles zu schildern und aus meinem Leben, meiner Gedanken- und Gefühlswelt zu berichten und nicht darum, möglichst viele Follower zu gewinnen. Ich hab seit 2015 65 (offensichtliche) Follower und ich weiß sie sehr zu schätzen. Während andere 200 Follower und mehr haben, ist es mir doch wichtig, Qualität vor Quantität sehr zu schätzen zu wissen und von dem her ist es für mich kein Weltuntergang, wenn es nicht über 100 werden.

    Ich freu mich einfach über Rückmeldungen wenn ich welche erhalte und ich gefunden werde – wie auch immer. (Wie neulich, als ich von einem gefunden wurde, dem ich 2009 eine alte Fahrkarte mit meinen Kontaktdaten (zwecks Kennenlernen) gegeben habe und er unlängst meinen Blog fand, ohne zu wissen, dass ich ich bin, weil ich hier unter einem Pseudonym schreibe. ^^ Aber er hatte meine Methode wiedererkannt (weil ich gerne mal alte Fahrkarten in der Bahn oder U-Bahn an die Objekte meiner Begierde austeile, um sie kennenzulernen). Und solche Erlebnisse sind dann schon cool und was Besonderes.

    Lange Rede kurzer Sinn: Ich blogge, weil hier jeder wann er will und wo er will zu meinen Erlebnisschilderungen zugreifen kann und sich nicht erst mühsam durch eine „Tagebuchdatei“ wälzen muss. Meine Freunde sagten, es sei wesentlich einfacher Artikel für Artikel zu lesen. Das gehe schneller und sei deshalb praktischer. 🙂

    Gefällt 3 Personen

  9. Hallo, ich fange an zu bloggen, um meine Geschichte aufzuarbeiten. Es ist wichtig für meine psychische Gesundheit, dass erlebte in Worte zu fassen. Da ich kognitiv noch sehr angeschlagen bin geht es sehr langsam. Ich erhoffe mir anderen Menschen damit helfen zu können.
    So einen Absturz hat niemand verdient.

    MfG OlliWahnsinn

    Gefällt 2 Personen

  10. Ich wollte zeigen, dass Frauen auch Kraftsport machen können und einen Einblick geben. Ich wollte positive Energie nach außen streuen. Ich wollte andere motivieren und stärken.

    Liken

  11. nach sehr langer Unterbrechung habe ich wieder das Bloggen angefangen. Der Grund hat sich oberflächlich gewandelt, aber ich denke es ist nur scheinbar oder nun präziser formulierbar. Zu Beginn wollte ich meine Poeme oder Gedichte nach außen tragen, weil ich in meinem persönlichen Umfeld eher wenig Mut dazu habe.
    Es geht eigentlich meist immer um das Beschreiben von Gefühlen, worin wohl auch das Ziel Emotionen zu erzeugen, um einen Zustand zu erreichen, welcher einem Mut gibt einen anderen Weg zu gehen.
    Es kamen aber auch Artikel theoretischer Natur hinzu, mit denen ich neugierig machen möchte und einen anderen möglichen Weg andeute, von dem ich glaube, daß dieser existiert. Der Wunsch diese zu gehen bzw. anzutesten ist in mir, aber der Fokus fehlt aktuell, weil andere Dinge Vorrang bekommen haben oder das energische Verfolgen dieser Wege fehlt.
    Aktuell mache ich ungezielte Gedankenreisen, aus denen ich Texte mitnehme und hier ab und zu poste, vorrang haben die aktuellsten, aber ältere sollen folgen, falls ein Mangel neuerer besteht.
    Mein größter Wunsch ist aber der Austausch von Impulsen, an denen ich wachsen kann, aber auch anderen zum Nutzen bin.
    Ich wünsche euch alles Gute!
    Jens

    Gefällt 1 Person

  12. Eine wirklich gute Frage, über die ich wirklich ersteinmal einen Augenblick nachdenken musste.
    Ich glaube, dass ich mit dem Bloggen angefangen habe, weil es diese Digi-Camp an unserer Schule gab und ich war halt in den Kursen „Bloggen“ und „Journalismus“. Ich hatte eh schon überlegt, ob ich nicht nach der Schule Journalistin werden wollte und so bin ich dann darein gestolpert. Inzwischen verarbeite ich einfach meine Gefühle und Erfahrungen auf diesem Blog – ich habe gelernt, dass Schreiben meiner Seele und meinem Herzen sehr gut tut!❤️

    Gefällt 2 Personen

  13. Ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil wir in der Schule dazu genötigt wurden (daraus ist mein Buch blog entstanden) und um nicht in einer Depression unter zu gehen. Es kann sehr helfen, über das zuschreiben, was einem auf dem Herzen liegt und einen bewegt. Ich persönlich liebe es dem Schmerz mit Worten ausdruck zu verleihen, denn der rest ist SCHEIßE und verletzt die , die einen Lieben. 🙂

    Gefällt 1 Person

  14. Hei,
    dass man überhaupt bloggen kann, habe ich erfahren, als mein Mann und ich schon recht alt Ende des Jahres 2011 nach dem Tod meiner Mutter dringend Arbeit suchten, um unsere beiden Gnadenbrotpferde trotz ALG II durchzubringen und eher per Zufall über eine Forenfreundin den Tipp bekommen haben, in einem Texter-Portal als Freiberufler zu jobben.
    Zu diesem Texterportal gehört auch ein Autorenforum, wo dann viele Kollegen erzählten, dass sie auch privat gern bloggen.
    Texte für die Blogs anderer Leute … dann aber als Ghostwriter, denn die veröffentlichen sie später als ihre eigenen und wir kriegen nur ein bisschen Geld dafür … haben wir ja davor schon oft geschrieben.
    Ich fand das interessant, habe gesucht, wo man einen Blog aufmachen kann und entdeckte Blogger.
    Ich schreibe bei WordPress erst kurz und nur wenig, weil es mir jetzt etwas Angst machte, alle meine Fotos und biografischen Texte könnten wieder verschwinden, als Google+ plötzlich aufgehört hat. Ich glaube, diese Angst war unbegründet, aber es schadet ja nichts, das Wichtige doppelt zu haben.
    Ich habe schon als Kind gern geschrieben und fotografiert. Ich hatte auch immer sehr gute Zensuren in Fächern wie Deutsch, Philosophie und dergleichen.
    Es gibt bei mir regalweise alte Fotoalben, die nicht nur Bilder enthalten, sondern auch immer dann noch handschriftlich die Erklärungen dazu, was wir da gemacht haben, wer das war und so weiter und so fort.
    Sprich .. ich schreibe gern auf, was los war.
    Ich habe festgestellt, dass man im Laufe der Jahre doch so manches durcheinanderbringen kann und wenn es irgendwo steht und man es nachliest, oft staunt, wie das wirklich war.
    Das Gehirn sortiert so viel raus oder kramt es irgendwie und verfälscht auch oft was.
    Ein Blog ist noch viel besser als ein Fotoalbum. Es kostet nichts. Ich kann da alles aufschreiben und mit Fotos belegen, was wir gemacht haben, was los war. Das gefällt mir.
    Zusätzlich macht mir heute im Alter meine Herzkrankheit zu schaffen und nach meiner Ehescheidung habe ich so gut wie gar keinen Kontakt mehr zu meinen heißgeliebten Kindern und Enkeln. Das hat mir sehr weh getan, weil ich es auch nicht verstehe. Meine Ehe war nie besonders glücklich, weil mein Ex zum Fremdgehen neigte und sie selbst haben oft gesagt, warum ich mich nicht scheiden lassen würde, aber als ich es dann tat, waren sie plötzlich alle mehr oder weniger weg.
    Es tut mir gut, mir das von der Seele zu schreiben …. ich muss das einfach loswerden, wie gemein ich das finde, sonst ersticke ich noch dran.
    Und da ich manchmal denke, dass ich auch nicht mehr viele Jahre zu leben haben werde …habe einen angeborenen Herzklappenfehler, der aber erst mit über 30 entdeckt wurde und sowas wird halt mit der Zeit immer schlimmer, geht auf die Lunge, klar auch den Herzmuskel und schließlich wegen der laufenden Blutstauung auch auf die Leber .. ich habe einfach das Bedürfnis, mein Leben und alles, was so los war, irgendwo festzuhalten. Im Internet kommt es ja dann nicht weg.

    Liken

  15. Ich habe vor sieben Jahren mit dem bloggen angefangen. Nach meinem 50. Geburtstag sagte ich mir: jetzt bin ich mal dran! Damals habe ich mein erstes Schreibseminar besucht und der blog sollte mich motivieren, am Schreiben dran zu bleiben. Es war immer eine Art „Versuchslabor“. Am Anfang war ich total konsequent und habe nur meine Gedichte oder Geschichten gepostet, später dann auch anderes. Ich habe durch das bloggen eine internationale Schreibgruppe gefunden, an der ich eine Zeitlang teilgenommen habe. Minigeschichten auf Englsch, war nicht ganz so einfach, aber die Teilnehmer waren spannend, von jung bis alt und aus der ganzen Welt. Von all diesen Möglichkeiten wusste ich gar nichts, als ich mit dem bloggen anfing, und heute finde ich genau das so spannend. Anfangs war ich auch völlig hysterisch und wollte never ein Foto von mir zeigen, heute bin ich da entspannter. Ich liebe meinen blog und all die Menschen, die ich virtuell treffe. Leider habe ich immer wieder Phasen, in denen ich kaum zum bloggen komme. Aber ich werde nie damit aufhören.

    Liken

  16. Eine interessante Frage. Ich habe damit angefangen, als Rollenspieler, um für die Runden in denen ich mitspiele quasi eine Art Tagebuch zu schreiben, wo jeder immer nachlesen kann was so passiert ist. Ich bin nicht gut im schreiben, aber dafür reicht es aus.
    Mein zweiter Blog besteht eigentlich nur aus Bildern. Bloggen geht eben auch mit ohne Text ^^ Aber die Bilder die ich zeichne sind meine Art meine Gedanken zu verarbeiten. Ich finde sie brauchen nicht viel Text, außer hin und wieder ein paar Worte als Erläuterung. Und in dem Blog zeige ich dann auch wie die Bilder entstehen, sich entwickeln. Dafür habe ich den erstellt.

    Liken

  17. Ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil ich damit vieles kompensieren und den „Geistern“ in meinem Kopf eine Stimme geben kann. Ich habe früher vieles über facebook gemacht. „Bloggen“ klang so hip und so modern… Nachdem jemand einen meiner Beiträge bei facebook gemeldet hat (MEINE Seite! MEIN Leben! Wie konnte ich denjenigen übersehen??!!), brauchte ich ein neues Medium. Und so bin ich hier gelandet. Es ist alles sehr neu für mich, aber trotz dem Schmerz zu sehen, dass ich nicht alleine bin, bin ich auch gleichzeitig „froh“ (in diesem Zusammenhang ist das Wort so unpassend), zu sehen, dass andere auch mit diesen Geistern zu kämpfen haben.
    Und gleichzeitig freue ich mich auch über jeden, der mir ein Like schenkt, meinem Blog folgt, weil ich das nie erwartet hätte. Ich habe mit Menschen in der „realen“ Welt so schreckliche Erfahrungen gemacht, dass ich die EHRLICHEN Kontakte/Worte hier (bei facebook, etc.) zu schätzen weiß und sie mir das Gefühl geben, doch nicht ganz allein zu sein.

    Liken

  18. Ich versuche es auch. Um mich zu reflektieren. Vielleicht auch in austausch zu gehen. So oft stehe ich da und denk: bist nur du so? Denkst und fühlst du wirklich so ungewöhnlich? Naja und um das ein wenig loszuwerden versuche ich es hier.

    Liken

  19. Hallo Nika.
    Ich habe ursprünglich angefangen zu bloggen um mein Wissen weiter zugeben. Ich fotografiere und gärtner sehr gern. Im Laufe der Zeit machte es aber auch spaß sich mit anderen auszutauschen und neue Leute kennen zulernen.
    Irgendwann war es mir aber zu einseitig und ich wollte vielseitiger schreiben. Mich ausdrücken was mich bewegt. So habe ich einen zweiten Blog gestaltet und fühle mich ganz gut damit all meine Gedanken freien Lauf zu lassen.
    Wenn du magst, schau gerne mal vorbei:
    https://natikreativ.wordpress.com/
    LG, Nati
    P.S. Danke für die Einladung, ich freue mich sehr von dir wieder zu lesen.

    Gefällt 1 Person

  20. Ich habe damit angefangen, um meine Gedanken zu sortieren. Och stricke, damit ich an was anderes denke und ich mich ablenke und mit etwas beschäftigen kann, was mal nicht Alltag ist. Das bloggen hilft mir einfach beim sortieren der Gedanken und lässt mich reflektieren und ich werde mir auch Sachen bewusst. Oft sind Ideen zwar gut aber nicht realistisch. Außerdem kann ich schreiben was ich will, weil ich das Gefühl habe, dass eh keiner liest, wodurch ich einfach über alles spreche, was mir in den Sinn kommt und für mich mit dem Hauptthema zu tun hat. Ich blogge auch nicht regelmäßig sondern nur dann, wenn ich ein einigermaßen gutes Konzept habe.

    Liken

    1. Hallo Kathi,

      Ich glaube diese Art zu schreiben ist am heilsamsten und besten; einfach drauflos und wonach einem ist.

      Magst du mir vielleicht nochmal deinen aktuellen Bloglink zukommen lassen? (:

      Liken

  21. Ich habe im März mit meinem Blog angefangen, kurz nach dem Tod meiner Oma. Ich habe mein Schreiben immer als eine Art Zufluchtsort gesehen. Ich habe mit meinem Schreiben immer schwierige Momente verarbeiten können und das hilft mir immer noch und ich liebe es. Vor allem weil ich durch mein Studium im Journalismus sogar noch mehr schreiben kann 😊

    Liken

  22. Ich fing mit dem Bloggen an, um etwas Struktur in meinem Schreibchaos zu bekommen und um nicht wahnsinnig zu werden xD In meinem Kopf schwirren so viele Geschichten herum und irgendwann war mein Computer voll mit Word Dateien ohne Struktur. Jetzt stell ich immer die fertiggestellten Kapitel meiner aktuellen Geschichte und die Extras dazu on. So ist es für mich übersichtlicher und meine Freunde können sie gleich lesen, wenn sie es möchten. Momentan ist aber nur eine Geschichte online, an der ich jetzt seit einem Jahr arbeite und an dieser werde ich bestimmt noch ein paar Jahre sitzen. Da es insgesamt drei Bände werden sollen. Auf meinem Computer schlummern aber noch mehr Geschichten, die ich irgendwann auch mal online stellen werden.

    Dann nutze ich noch meinem Blog dazu, um Fotostorys oder Challenges zu zeigen, die ich mit dem Spiel Sims 3 und Sims 4 mache. Aktuell keimt in mir auch die Idee eine Fotostory in Manga Stil zu erstellen. Eine passende Geschichte dazu habe ich auch schon im Kopf und es ist für mich mal was Neues. Kein Fantasy, sondern wird es diesmal eine Yaio/Gay Geschichte.

    Liken

  23. Warum ich mir ein(en) Blog zugelegt habe – 2004 machte ich meinen ersten Versuch, weil ich mit meinen Zeichnungen, Gedichten und Geschichten etwas anfangen wollte, ohne Ehrgeiz, aber mit netten Kontakten.

    Damals war es ermüdender als jetzt, Menschen die Basics von privat erstellten Webseiten zu erklären, warum man es überhaupt interessant findet, seine Ideen wie Luftballons ins Web fliegen zu lassen, verstehen manche noch immer nicht, aber es ist für viele so alltäglich geworden, dass man kein Alien mehr ist, nur weil man sich daran freut, dass es sich besser anfühlt, als nur Papier zu bekritzeln und in die Schublade zurückzulegen, oder Bilder nur als Einzelstück an eine Wand zu hängen, wo sie nur von Menschen gesehen werden, die freundlich und geduldig etwas Nettes darüber sagen, weil sie einen kennen.

    Ich fand es einfach spannend und erfreulich, Resonanz zu bekommen von „Freiwilligen“ und genauso zu erfahren, was sie so machen und schreiben. Nichtkommerzielle und individuelle Darstellung von Menschen und ihren Sichtweisen interessieren mich immer noch mehr als die Profi(selbst)darsteller im Netz.

    Mein eigenes Blogschreiben hat sich etwas geändert, weil ich mit alltäglichen Garten- und Naturbeobachtungen auf meine Weise mein Scherflein versuche beizutragen, wofür andere auf die Strasse gehen. Nebensächliches und Nichtexotische sind meine Helden.
    Geschichten lasse ich inzwischen bleiben, da ist mir das Teilenwollen abhanden gekommen. Immer wieder zu lesen: „Ist so lang, lese ich später“ motiviert nicht gerade, und über die Geschichten hätte ich mich viel eher austauschen wollen als über Gedichte oder Bildgestaltungen, die ich nach wie vor ab und zu im Blog hineinmenge – da ist das Verstandenwerdenwollen nicht das Ziel. Springt mich eine heftige Gefühlsregung an, wird sie in Wort oder Bild in einen Blogeintrag einfliessen, auch wenn es oft keiner merkt und falls doch, ist es okay.

    Ich will keine „Kunst machen“, wenn ich ein Gedicht schreibe oder ein Bild male oder digital gestalte, sondern nur den Emotionen befriedigenden Ausdruck verleihen. Danach geht es mir immer besser. Das Veröffentlichen im Blog ist Akzeptanz des Geschehens und Heilung zugleich, ein gezähmter Exzess, vielleicht.
    Nichts davon will ich verkaufen oder mit dem Blog Geld verdienen, nur – nach wie vor – etwas zum Ausdruck bringen, das nicht in meinem Alltag quer über meiner Stirn zu lesen ist, oft genug dort auch gar nicht Platz hat, aber vielleicht woanders.

    Zu Zeiten habe ich „gebloggt als sähe keiner hin“, zur Zeit bin ich mit meiner dreistelligen Followerzahl ganz zufrieden, von denen nur ein Sechstel erkennbar hinschaut und die Hälfte auch mal kommentiert – die Illusionen über das Lesen werden weniger, aber man weiss nie, wo Luftballons landen.
    Vielfalt statt Peergroup, das gefällt mir auch beim Finden und Lesen anderer, auch wenn es einfacher ist, innerhalb eines Blogsystems zu bleiben.

    Danke für die Nachricht, übrigens.

    Gefällt 1 Person

    1. Na klar, das ist auch „richtiges“ Bloggen, denn das ist denke ich jede Art der Mitteilung über einen Blog. 🙂
      Ich persönlich mag ganz gerne auch solche Blogs, die Bücher oder Filme vorstellen. Das ist etwas lockere Kost und ich habe so schon öfter den ein oder anderen guten Film oder das ein oder andere gute Buch entdeckt. 🙂

      Liken

  24. Ich blogge und teile mich überhaupt überall mit und dann, wo und wen ich Lust dazu habe, eben aus genau diesem Grund, dieser Motivation heraus. Ich habe manchmal einfach Bock mich mitzuteilen, mich zu zeigen. Und manchmal habe ich einfach nur Lust, zu sein, zu relaxen und scheinbar nichts zu tun.

    Alles, was ich tue oder eben nicht, tue ich aus meiner Motivation heraus, völlig absichtlich, einfach weil es mir Spaß macht 🙂 denn meine Motivation ist die unschuld

    Gefällt 1 Person

  25. Ich habe meinen Blog gestartet, weil ich meine Seite der Geschichte erzählen will. Mir fällt es schwer jemandem verständlich zu machen, wie ich mich fühle und doch will och genau das, verstanden werden. Angenommen werden, dazu gehören, Teil von etwas sein, um mich nicht mehr haltlos zu fühlen, sonder aufgehoben in der Mitte von Menschen die fühlen und denken wie ich. Und das ist der zweite Grund, in Kontakt kommen mit Menschen die wie ich sind, um mein Alleinsein zu überwinden.

    Liken

  26. Als alleinerziehende Mama habe ich abends niemanden, mit dem ich sprechen kann. Und irgendwo muss das, was ich fühle, dann doch hin… Wenn ich dann sehe, dass tatsächlich jemand meine Zeilen gelesen hat, ist das für meine Situation doch ein kleiner Trost.
    Auch wenn ich nicht immer von mir überzeugt bin, so weiß ich, dass ich eine sehr vielseitige Person bin und meine Themen immer für neue Leser*innen interessant sein könnten.

    Gefällt 2 Personen

  27. Da ist ein grosses Bedürfnis in mir, Gesehenes mit anderen zu teilen. Deshalb fotografiere ich gern und schreibe was dazu. Ich erinnere mich an eine Szene in einem Dokumentarfilm, wo es darum ging, das Laboraffen nach Jahren der experimentellen Gefangenschaft in so einen Gnadennaturpark den Rest ihres Lebens verbringen durften, sie wurden gefilmt, wie sie das erstemal in ihrem Leben die Sonne sahen, den Himmel und grünes Gras oder Bäume. Sie kamen vorsichtig aus der geöffneten Luke ihrer neuen Behausung und das erste was sie taten, als sie gemeinsam das alles sahen war, dass sie sich umarmten und sich einander festhielten um all das zu teilen, was sie erfuhren. Sie taten das auf ihre Weise, mit Fotos und Texten kann der Mensch das auch auf seine Weise, das finde ich schön.
    LG
    Anette

    Liken

  28. Mir persönlich fiel es nie einfach mich verbal zu äußern. Bzw. richtig zu artikulieren, was ich fühle. Durch das Schreiben fiel mir das Ausdrücken meiner Gefühle insbesondere; und meiner Meinung, einfacher. Zunehmend (habe meinen Blog „schon“ 3 Jahre) wurde das sogar noch besser und ich konnte bei all dem Gefühlschaos endlich mal durchblicken: was macht mir Angst, wo hab ich einfach „nur“ realistische Sorgen. Auf der anderen Seite was ist positiv? Bringen mich meine Gedanken auch weiter? Und wo ist mein Platz in der Gesellschaft?
    Das sind alles Fragen, denen ich hauptsächlich zu Beginn nachgegangen bin, die hauptsächlich wegen dem Blog/Schreiben besser wurden. Und Bücher, Storys und im allgemeinen Schreiben fand ich schon immer interessant.

    Ein letzter Punkt, wieso ich gerade online im Worldwide Web mein „Tagebuch“ angefangen habe ist, dass ich irgendwie doch auf eine kleine Zahl von Zuhörer*innen 🙂 hoffte. Damit ich wenigstens nicht mehr alles mit mir selbst ausmachen muss.
    Na gut okay außerdem wollte ich ein wenig in einer Teenie-Serie mitspielen. 😀

    (Im Nachhinein ist es auch sehr hilfreich und interessant die Entwicklung zu sehen. Und das auf einen Blick zusammengefasst. Bei analogen Tagebüchern oder so, hatte ich oft das Problem von einer unübersichtlichen Zettelwirtschaft…) Ich hoffe das Kommentar ist nicht zu lang. 🙂

    Grüße von alittlestarinthenight ☀

    Vielen Dank, dass du mir folgst derblindefuchs 🙂

    Gefällt 2 Personen

  29. Schreiben ist Therapie und bringt Ordnung in meine Gedanken. Ich fische das, was mich bewegt von der Oberfläche und kann es im Blog verstecken. Ein bisschen Seele putzen. Der Blog ist wie ein Denkarium für mich. Seit fast 15 Jahren. Ganz schön krass.

    Gefällt 2 Personen

  30. Ganz früher habe ich einen Blog gestartet, weil ich Geschehnisse in meinem Leben einfangen wollte. Das waren auch immer wieder Beweggründe für unterschiedlichste Blogs (Tumblr (2x), WordPress (bin jetzt beim 4. Mal). Ich hatte nur nie das nötige Durchhaltevermögen.
    Mein jetztiger Beweggrund ist wieder der Alte, aber vor allem auf Positives bezogen. Ich möchte mich nicht hinstellen und alles negative ausblenden und ich thematisiere auch negative Dinge, aber mein Hauptaugenmerk ist das Positive. Nur so komme ich mit meinen Depressionen und der Angststörung klar. Jede kleine positive Sache braucht ganz viel Aufmerksamkeit und Wertschätung von mir. Dazu kommt, dass ich schon immer durch das Schreiben eine gewisse Verbundenheit zu meinen Gedanken aufbauen konnte und mir das Schreiben schon früh geholfen hat Muster meiner Depression zu erkennen.

    Liken

  31. Nur locker nebenbei. Da wurde meinem Schriftführer „Bernd das Brot“ präsentiert. Und um rauszufinden, ob der so depri guckt weil er verheiratet ist oder eben nicht, hat man ihm ’ne leckere Schnitte präsentiert. Na, mal in Dänemark mit dem, aber….

    Liken

  32. Ich hatte einst angefangen über mein radikales Ausmisten und Downseizing zu bloggen. Das erste Blog lief gut und warf sogar Einnahmen ab. Dann wollte ich eher über meine Erfahrungen mit Wohnen, Arbeiten, Radfahren, meine Städteouren schreiben, aber auch über das, was mich ärgert, z.B. zahle ich als jemand, der mit wenig auskommen will, immer mehr bzw. relativ gesehen ohnehin mehr als diejenigen die elben als gäbe es kein morgen … das Bloggen damals zum Thema Minimalismus war wesentlich entspannter und positiver.

    Liken

  33. Der Grund, warum ich mit dem Bloggen angefangen habe ist eher pragmatisch: ich musste mich beruflich mit dem Thema beschäftigen. So lag es für mich nahe, selbst ein Blog zu eröffnen. Das ist jetzt fast 10 Jahre her. Allerdings ging es mir in meinem Blog nie darum besonders „bekannt“ oder „beliebt“ zu sein. Es gibt auch kein durchgängiges Thema in meinem Blog. Ich erzähle einfach aus meinem Leben und manches, was mich gerade beschäftigt. Und ich dachte mir: wow, wenn ich mal alt und vergesslich bin, dann kann ich mir meinen Blog anschauen und in Erinnerungen schwelgen. Es ist also eher so eine Art Tagebuch – ein Weblog eben.

    Liken

  34. Hallo ihr Lieben!! Ich hab mit dem Bloggen angefangen, weil ich von ganz klein an mit wunderbaren Tieren zu tun hatte, die mir unendlich viel Liebe und wärme gegeben haben. Ich möchte allen Haustieren einen Art Tribut geben und es gab für mich schon viele Momente und Erlebnisse, da dachte ich mir, wenn ich meine Tiere nicht gehabt hätte… da wüsste ich gar nicht, wie mir heute wäre.

    Ich habe sehr viel schönes, aber auch schlimmes mit meinen haustieren erlebt und das allerwichtigste. dass mir bei meinem Blog ist, ist es, anderen Menschen zu helfen und meine Erfahrungen mit ihnen zu teilen. Ebenso möchte ich auch gerne meine süßen Tiere zeigen, weil ich sie so liebe und damit ein Lächeln zaubern. Ich freue mich riesig, dass dir mein Blog gefällt und ich hoffe so sehr, dass dir meine Einträge Freude machen!!

    Ganz liebe grüße von sophieshaustierparadies!

    Liken

  35. Mein Blog war zu Anfang eher so was wie eine Auskotzplattform, weil ich im.echten Leben für alle nur der Sonnenschein bin und meine Sorgen die in mir wüteten im Außen nicht sein durften. Ich habe hier im Blog nuuuuur gekotzt, gekotzt, gekotzt, ohne ja die Absicht zu haben, Follower oder Leser zu haben. Ich wusste nicht einmal zu 100 Prozent, dass WP so eine Bligcommunity ist 😂 aber da war ich halt auch 15.

    Irgendwann kam der Punkt qo plötzlich meine Auftuferzahl, die sich tatsächlich auf 2 pro Tag beschränkte auf 700 Schoss. Und ich erst super Panik bekam, weil ich eigentlich überhaupt nicht wollte, dass jeder meine Kotzgedanken lesen kann.

    Naja… seitdem.blieb es aber irgendwie dabei… dass eben Follower dazukamen und ich kapierte „hey, du schreibst hier nicht mehr nur für dich“… also wurden westliche Beiträge gelöscht (weils alles andere als anonym war 😅)

    Mit den Jahren wurde mein Blog ehe rzu so einem … Einer Art Beweisaufnahme. Weil ich ja nicht zu 100% weiß, was ich in meinem Leben so mache und das Tagebuch nicht von jedem von uns genutzt wird, war das manchmal schon echt praktisch.

    Mittlerweile sehe ich es als eine große Art von Selbsthilfe. Durch den Blig bin ich auf Menschen gestoßen die mit ähnlichen Sachen zu kämpfen haben. Aus jedem Blog habe ich mir für das mich gefühlt passende gezogen und konnte mir damit einige gute Werkzeuge aneignen.

    Ansonsten ist für mich der Blog einfach nur eine Welt, in der mich Menschen, die mich nicht kennen, so kennen, wie ich unter Menschen, die mich kennen, nicht sein darf.

    Liken

  36. Irgendwann gab es in meinem Leben den Wendepunkt, an dem ich die blöden Leute einfach nicht mehr ausgehalten habe. Es kamen in der Zeit viele Dinge zusammen und da waren einige Dinge in meinem Kopf, die dringendst den Weg an die frische Luft gesucht habe. Weil mein verbaler Filter zwischen Gehirn und Mund leider temporär nicht ganz so gut funktioniert, habe ich durch das Schreiben eine Möglichkeit gefunden, die Dinge etwas zivilisierter in die Höhe gehen zu lassen. Seit dem ich das so handhabe, gelingt es mir sogar ab und an wegen gewisser Dinge zu lächeln, weil sie niedergeschrieben dann schon tragisch-blöd anmuten.
    Einen interessanten Blog hast du, ich bin grad beim durchschmökern.
    Liebe Grüße Laura

    Liken

  37. Hey ich war ne ganze Weile abgetaucht aber da ich nun heute wieder angefangen habe zu schreiben habe ich mich irgendwie angesprochen gefühlt bei der Frage hier.

    Ich denke bei mir war der Hauptgrund mein mentaler Zustand, der durch meine körperlichen Belastungen und OPs und die Hardcore Medikation in Abgründe gestürzt wurde dass ich mich gewissermaßen an etwas festhalten wollte. Mein Kopf war/ist (da ich wieder auf Medikation gesetzt wurde wegen ärztlicher Handlungsunfähigkeit) immer voller Worte und Gedanken und ich habe immer das Gefühl gehabt er platzt.

    Da ich mich dann aber eine lange Zeit in meiner medikamentenfreien Zeit mit Musik (tue ich nach wie vor) ausgedrückt habe und auch jetzt wieder in Kunst und Malerei habe ich irgdnwie micht nicht in der Lage gefühlt zu schreiben und dachte ich hätte es verlernt.

    Und mit dem letzten Beitrag heute ist mir aufgefallen, dass es mir gut tut und hilft Gedankenballast loszulassen und anderen Menschen einen Einblick zu geben in das Leben, das viele eben nicht vermuten ,die mich sonst nur auf Social Media Kanälen finden. Ich wollte einfach glaube ich Gehör finden, Menschen berühren, Menschen zum Nachdenken bringen und dabei vielleicht noch andere Menschen finden, die meine absurde Gefühlswelt vielleicht ansatzweise nachvollziehen können. 🙂

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s