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Ich bin so einzig, aber nicht artig. Ich bin lonely as fuck. Ein Anarchohipster. Ein Bohozombie. Ein Geist mit schwarzen Sommersprossen.

Fotos in Farbe zeigen deine Klamotten, Fotos in schwarzgrau zeigen deine Seele. Genauso ist es, wenn man jemanden kennen lernt. Man muss die dunklen Seiten sehen und bereit sein, seine eigenen zu zeigen, wenn man sich ernsthaft kennenlernen will.

Wenn ich aus der Dusche hüpfe und mir den Föhn schnappe, dann mache ich sinnloserweise immer Musik an, obwohl ich sie durch den Föhn nicht hören kann. Aber ich weiß gerne, dass sie da ist. Im Grunde ist das genau die Intensität an Nähe, die ich imstande bin zu ertragen. Schatz, geh mal in den Nebenraum und bleib da die meiste Zeit unseres Beisammenseins, es reicht mir vollkommen zu wissen, dass du da bist.

Matt Damon will mit mir zusammenziehen. Aber ich bin ein Geist mit schwarzen Sommersprossen und ich höre kein Wort von dem, was er mir sagt.

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Manchmal bleibt eine Situation in dir, obwohl die Zeit voranschreitet. Manchmal hast du Zeitdruck, obwohl du nichts vorhast. Eigentlich hasst du alles was du vermisst, weil du nur vermisst, was nicht mehr da ist. Und was nicht mehr da ist, ist nicht ohne Grund nicht mehr da. Aber du bist immer noch da. In der Situation. Wo jemand von jetzt auf gleich nicht mehr da ist.