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Das Problem ist, dass, egal wo ich hingehe, ich mir selber hinterherlaufe. Ich habe so eine unüberwindliche Antipathie gegen mir, dass macht mich ganz krank. Dann ist es mir gegen mich. Aber oft, viel öfter noch, gehen wir auch einfach Hand in Hand den Bach runter. Dann bin ich zufrieden traurig.
Ich fühle mich so alt und ich müsste so weise sein, dass ich eigentlich einen schneeweißen Magierbart tragen müsste. Aber eine neue Zahl zaubert dir keine neuen Charaktereigenschaften, und sie streicht auch keine weg. Wenigstens erfreue ich mich grade daran, dass es unter den Schwulen doch mehr gut aussehende Exemplare gibt, als bisher angenommen. So kommt es, dass ich momentan eine Art Hulk Matt Damon treffe, der sich sogar zu benehmen weiß. Und wie jeder weiß, ist Matt Damon grade mein Moviecrush. Ihr könnt euch vorstellen, wie angecrusht ich also bin. Fürchterlich.
Ich werde heute oder morgen meine Therapie offiziell beenden, weil ich mittlerweile eine Therapie brauche, um meine Therapie zu ertragen. Witzigerweise kommt man sich mit dem Gedanken direkt viel gesünder vor, so ohne Therapie. Ich muss Matt Damon dann auch nicht mehr erklären, wohin ich einmal die Woche hin verschwinde und wieso. Ich bin ganz normal. Ich kann wenigstens so tun.
(Er sieht wirklich aus wie Matt Damon.)